Einleitung

Die alten Religionen haben versagt - denn sie haben insgesamt gesehen mehr Auseinandersetzungen und Konflikte entstehen lassen, als sie durch ihre schönen Worte von Frieden und Gerechtigkeit jemals gelöst hätten.
Die bisher erprobten Wirtschaftssysteme haben versagt - denn sie nützen immer nur wenigen... den Skrupellosen, den Anpassungsfähigen, denjenigen an der Spitze der Nahrungskette. Andere bleiben auf der Strecke oder müssen sich für ein kleines bisschen Lebensqualität die Seele aus dem Leib schuften.
Die Medien haben versagt - denn was sie tun, ist die Menschen einzulullen, ihnen eine schöne heile Welt zu verkaufen, sie träge und geistig unmündig zu machen... mit dem Ergebnis, dass wir heute eine der angepasstesten, oberflächlichsten Jugendgenerationen seit vielen Jahrzehnten haben. Kaum noch einer, der dieses trotzige Funkeln des Widerstands in den Augen hat, das in manch früheren Zeiten fast schon charakteristisch für die junge Generation war. Kaum jemand, der noch an große Ideale und Utopien glaubt... stattdessen verhalten sich die Jungen größtenteils schon wie spießige Mini-Erwachsene, die den Status Quo akzeptiert haben und sich teilweise völlig kritiklos in dieses triste Leben voller Regeln, Pflichten und Konsum, das ihnen von der Gesellschaft vorgesetzt wird, einfügen.
Die Erwachsenen haben versagt - denn sie ließen das alles geschehen.
Eigentlich hätten sie genug Chancen gehabt, die Zusammenhänge zu erkennen, aus ihrer Geschichte zu lernen und etwas zu verändern... doch was haben sie schon daraus gemacht?
Noch immer gibt es Grenzkontrollen und Rassismus, Kriege, Unterdrückung und Terroranschläge.. noch immer müssen Menschen betteln, noch immer werden Kinder geschlagen, noch immer gehen Jugendliche in den Freitod, weil sie die moderne Welt mit all ihren Tücken und Ungerechtigkeiten nicht mehr ertragen. Die Zahl der Menschen nimmt immer mehr zu, für das ständig nötige Wirtschaftswachstum wird weiterhin massiv die Natur ausgebeutet, und durch all den Luxus und die Technologie der heutigen Überflussgesellschaft entfernt sich der Mensch zunehmend von seinem wahren Ich, wird immer mehr zu einem seelenlosen, genormten Kunstprodukt, das nur noch zu arbeiten und zu konsumieren hat... und man muss kein großer Prophet sein, um vorherzusagen, dass ein aggressives System wie dieses, das auf endloses Wachstum angewiesen ist, um funktionieren zu können, über kurz oder lang dem Untergang geweiht ist. Spätestens dann, wenn das Wachstum einmal an seine natürlichen Grenzen stößt.

Der einzig sinnvolle Ausweg aus diesem Dilemma lautet Aufklärung.
Die Menschen müssen endlich begreifen, dass sie sich langfristig gesehen nur selbst schaden, wenn sie weiter auf Kosten anderer leben oder anderen die eigene Meinung aufzwingen. Sie müssen erkennen, dass alles, was sie der Welt oder ihren Mitmenschen antun, früher oder später auf sie selbst zurückfallen wird... und dass das von Politik und Wirtschaft geförderte Wettkampf- und Konkurrenzdenken uns nicht in die Zukunft, sondern nur in einen tiefen, alles verschlingenden Abgrund führen wird.
Freundschaftliche Verbundenheit, Gerechtigkeits- und Freiheitsliebe sollten stattdessen an die Stelle der falschen Werte treten, die derzeit in unserer Gesellschaft den Ton angeben. Nicht derjenige mit dem lautesten Mundwerk oder den angesagtesten Statussymbolen sollte länger im Mittelpunkt stehen, sondern diejenigen, die noch zu Aufrichtigkeit, Verständnis und echter Liebe fähig sind. Nicht die Ämter oder die Position, die ein bestimmter Mensch in der Gesellschaft innehat, sollten länger darüber entscheiden, ob wir dieser Person Respekt entgegenbringen oder nicht, sondern einzig und allein dessen Charakter.
Wir brauchen eine Rückbesinnung... eine Rückbesinnung auf das, was das Leben und das Mensch-Sein wirklich ausmacht... und damit Verbunden eine Abkehr vom widernatürlichen bürokratischen Denken und der Obrigkeitshörigkeit vergangener Tage. Es ist an der Zeit, die alten Zöpfe abzuschneiden, veraltete Denkweisen abzulegen und all jene konservativen Köpfe auszulachen, die immer noch glauben, dass ihre halb-funktionierende Welt das Maß aller Dinge ist... denn nur, wenn wir endlich konsequent unsere Lehren aus allen Fehlern der Vergangenheit ziehen, haben wir eine reelle Chance auf eine lebenswerte Zukunft.